Geschichte der NKSA

Fachmittelschule
Die Vorgeschichte der Fachmittelschule (FMS) geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. 1787 wurde in Aarau ein privates «Töchterinstitut» gegründet. Die erste Lehrerin war Dorothea Ziegler. In den Revolutionsjahren verlieren sich die Spuren. 1822 kam es zur Neugründung. 1935 erfolgte die Umbenennung zur «Töchterschule», 50 Jahre später die Umwandlung in eine zweijährige Diplommittelschule (DMS), die am Anfang des 21. Jahrhunderts zur dreijährigen Fachmittelschule ausgebaut wurde. Heute besteht die Möglichkeit, anschliessend die Fachmatur zu erwerben, die den Zugang zur Fachhochschule eröffnet.

Gymnasium
Der gymnasiale Lehrgang hat seine Anfänge im Jahr 1874, mit der Eröffnung des Lehrerinnenseminars. Von 1919 bis 1978 erleichterte eine angegliederte «Übungsschule» den angehenden Lehrkräften den Einstieg in den Berufsalltag. Seit 1902 wurden ausserdem unter der Schirmherrschaft der Kulturgesellschaft des Bezirks Aarau «weibliche Fortbildungskurse» organisiert. Die 1960er Jahre brachten zwei grosse Veränderungen: Das Seminar Aarau öffnete sich auch für junge Männer (Koedukation). Zudem erfolgte 1965 vor dem Hintergrund des damaligen Lehrermangels die Errichtung einer «Zweigschule Zofingen», die sich aber schon nach wenigen Jahren verselbständigte. 1979 wurde die seminaristische Lehrerbildung in die Höhere Pädagogische Lehranstalt in Zofingen überführt. Gleichzeitig wurde das bisherige Seminar Aarau in eine Kantonsschule umgewandelt.

Entstehung des Namens
Die Kantonsschule nannte sich zunächst «Zelgli», nach dem Namen des Quartiers. Als das andere, seit 1802 existierende Gymnasium in Aarau die Bezeichnung «Alte Kantonsschule Aarau» angenommen hatte, veränderte 1988/89 auch die «Kantonsschule Zelgli» ihren Namen – seither heisst sie «Neue Kantonsschule Aarau».

Datenbank: Die ersten 500 Schülerinnen und ihre Lehrkräfte (1787-1874)
Neuerdings existiert eine Datenbank mit den ersten Schülerinnen von Töchterschule, Töchterinstitut und Lehrerinnenseminar.