Theatergruppe

Die Theatergruppe AUJA! unter der Leitung von Beat Knaus existiert seit nunmehr 12 Jahren. Sie besteht aus Studierenden der Neuen Kantonsschule Aarau und bringt seit der Jahrtausendwende jedes Jahr mindestens ein neues Stück auf die Bühne. Dabei spielen Schülerinnen und Schüler bei der Erarbeitung von Text, Musik, Dramaturgie und Choreografie die zentrale Rolle. Die kommende Produktion, die im Oktober/November 2014 zur Aufführung kommt, dreht sich um Schulgeschichte(n).

Proben
Die Theatergruppe AUJA! trifft sich jeden Dienstag von 17:00 bis 18:30 Uhr in der Turnhalle 2 der Neuen Kantonsschule Aarau. Eingeladen sind alle, die sich bereits für das Freifach angemeldet haben oder sich einfach fürs Theater interessieren. Eine vorgängige Anmeldung ist also nicht Bedingung. Gefordert sind nur die Lust am Spielen und die Bereitschaft, sich voll und ganz für das Theater und die Gruppe einzusetzen. Auch Tänzerinnen, Musiker, Sängerinnen und Soundtüftler sind willkommen.

Geschichte
Ihren Einstand feierte die Theatergruppe mit einer umjubelten Eigenproduktion, Joël Lászlos ganz und gar unmusikalischen Komödie ‘Die Gulaschoper’. Es folgten – neben zwei weiteren Eigenproduktionen – eine Reihe anspruchsvollerer ernster Stücke, Georg Büchners ‘Woyzeck’, Martin Crimps ‘Angriffe auf Anna’, Günter Eichs ‘Träume’ sowie zwei Dramen von Robert Walser, ‘Der Teich’ und ‘Schneewittchen’.

Im Herbst 2005 gastierte die Gruppe mit einem pantomimischen Remix ihrer eigenen Walser-Schneewittchen-Produktion am Internationalen Theaterfestival in Minsk (Weissrussland) und erhielt dort den Preis für das Beste Experimentelle Stück.

Im folgenden Sommer erarbeitete die Gruppe in einem richtigen Zirkuszelt die Tingeltangeltheaterkomödie ‚Circus Valentin‘ nach Szenen des Münchner Komikers Karl Valentin. Darauf folgte die Koproduktion mit der Theatergruppe der Alten Kantonsschule Aarau: die ‚Tell(i)-Spiele‘ in der Telli-Arena in Aarau, welche den historischen Stoff nach Schiller als Sportveranstaltung darstellte. Im Sommer 2008 wagte die Gruppe sich an die antike Komödie ‚Lysistrata‘, welche als Freiluft-Spektakel auf dem Campus der Neuen Kantonsschule gegeben wurde.

Ein anderer Klassiker schließlich, Shakespeares ‚Romeo and Juliet‘, wurde in der Fassung des Nachwuchsautors Daniel Ballmer auf den Schulkontext übertragen und im Februar 2010 vor über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern erfolgreich uraufgeführt. Diese Produktion wurde mit dem Funkenflug-Förderpreis des Kantons Aargau ausgezeichnet.

Dieselbe Auszeichnung erhielt ein Jahr später das sozialkritische Musical ‚Die Armseligen‘. Für Text und Musik des Stücks zeichneten erneut Schüler der Kantonsschule verantwortlich. Mit 75 Mitwirkenden wurde es vor 1159 Zuschauenden im Atelier Bleifrei in Aarau aufgeführt.

Im Jahr 2012 folgt die Tragödie ‚Underbar‘. Im atemberaubenden Ambiente der Südhalle im AZ-Medienzentrum in Aarau spielten über 50 Schauspieler und Sängerinnen das tödliche Mobbing-Drama. Erstmals wurde dabei die Marke von 1200 Zuschauern übertroffen.

Im Sommer 2013 gab es in der Alten Reithalle in Aarau im Rahmen der Reihe ‚Spiel(t)räume’ eine Aufführung. Das Science-Fiction-Drama ‚WE – Gefangen im Netz’ führte die Chancen und Gefahren der digitalen Realitäten in drastischen Bildern und Klängkonstellationen vor Augen. Einmalig gross war der Bühnenraum, den die 50 Mitwirkenden zu bespielen hatten: fast 20 m breit, 10 m hoch und über 70 m lang. Dominiert wurde das eindrückliche Bühnenbild von einer Heissluftballon-Hülle, die sich im Lauf des Stücks immer weiter ausdehnte.

Zum 25-jährigen Jubiläum der Neuen Kantonsschule kam es zur Aufführung des Stücks ‚Leichter als Luft – ein Naturschauspiel’. Sinnigerweise konnte hierfür der unterdessen vom Aargauer Kuratorium unterstützte Autor Joël László verpflichtet werden, der bereits das erste Stück für AUJA! geschrieben hatte. Die Aufführungen boten ein szenisches und musikalisches Spektakel der Extraklasse.

Bei ihrer letzten Produktion hat AUJA! eng mit dem Stadtmuseum Aarau zusammengearbeitet. Für die Eröffnungsausstellung realisierte der Regisseur Pascal Griesshammer mit der Theatergruppe ein Hörspiel sowie einen Kurzfilm zur Flüchtlingspolitik im 2. Weltkrieg. Dabei entstand die Idee, aus dem ebenso historischen wie aktuellen Stoff ein dokumentarisches Theaterstück zu gestalten. In Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Beraterin Gerda Baumgartner und dem Komponisten Ruedi Debrunner entwickelte der Regisseur Beat Knaus das Stück ‚Das Verhör. Ein Flüchtlingsdrama’, das ganz aus zeitgenössischen Quellen montiert ist. Die Aufführungen im Sommer 2016 im Stadtmuseum Aarau bilden den vorläufigen Höhepunkt im Schaffen der Theatergruppe AUJA!

Bei Fragen zum Theater wenden Sie sich an Beat Knaus persönlich oder an hc.as1511349634kn@re1511349634taeht1511349634